Willkommen im Residenzort Rastede

Grußwort zum Jahreswechsel

Dieter von Essen - Bürgermeister Gemeinde RastedeLiebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel sind traditionell immer auch Anlass zu einer kurzen Besinnung, zu einem kurzen Rückblick auf das vergangene und einem Ausblick auf das neue Jahr.

Weihnachten ist für die meisten Menschen in dieser Welt das wichtigste und schönste Fest des Jahres. Es gibt uns Gelegenheit, auch einmal über unseren alltäglichen Horizont hinauszublicken auf die Dinge, die wirklich wichtig sind. Gesundheit lässt sich zum Beispiel nicht in Geschenkpapier wickeln und unter den Christbaum legen. Auch Glück kann man nicht kaufen. Dennoch sind Gesundheit, Zufriedenheit und ein Leben in Frieden Geschenke, für die wir selbst nicht dankbar genug sein können.

Wie wichtig Frieden in unserer Welt ist, haben wir in den zurückliegenden beiden Jahren erfahren müssen. Flüchtlinge aus zahlreichen Krisengebieten haben schweren Herzens ihre Heimat verlassen und sind mit einer vagen Hoffnung auf ein friedliches Leben zu uns gekommen. Obwohl sich mittlerweile die Situation ein wenig entspannt hat, beschäftigt uns als Kommune die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen nach wie vor. Derzeit leben 320 Geflüchtete in unserer Gemeinde. Ihre Betreuung und Integration ist eine wichtige Aufgabe, die jedoch nicht nur von den gemeindlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet werden kann. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich für die Hilfsbereitschaft aller Rastederinnen und Rasteder bedanken. Das ehrenamtliche Engagement ist ungebrochen und es gibt viele private Initiativen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren und die unterschiedlichsten Projekte durchführen.

Darüber hinaus gibt es auch in den schulischen, sozialen, sportlichen, kirchlichen und karitativen Bereichen zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz dazu beitragen, dass Rastede für uns alle attraktiv bleibt und außerdem das gemeinsame Miteinander gestärkt wird. Meinen ganz herzlichen Dank dafür an Sie alle! Als Zeichen der Wertschätzung haben wir uns daher in 2016 entschlossen, die Vereinsförderung insbesondere im Bereich der Jugendarbeit zu erhöhen und für Rastede eine Ehrenamtskarte einzuführen, die den ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürgern diverse Vergünstigungen in unserer Gemeinde gewährt.

2016 war aber auch geprägt von der Kommunalwahl im Herbst und nicht unerheblichen Investitionen in unsere Infrastruktur in Höhe von rund 13,5 Millionen Euro. Besonders erfreulich ist aus meiner Sicht, dass neben den Aufwendungen für Erschließungsmaßnahmen in unseren Baugebieten der überwiegende Teil des Geldes in Kindertagesstätten, Schulen und Sporteinrichtungen investiert wurde. Beispielhaft möchte ich an dieser Stelle nur die Fertigstellung der großartigen Sportanlage am Köttersweg, den inklusionsgerechten Erweiterungsbau an der Grundschule Feldbreite, die Erweiterung des Kindergartens in Hahn-Lehmden sowie der Neubau der zweiten Kinderkrippe in Wahnbek nennen.

Aber welche Wege wird die Gemeinde Rastede in den nächsten Jahren einschlagen? Wie werden diese gewichtet? Nach welchen Kriterien ist zu entscheiden? Diese Fragen wird der neu gewählte Rat durch die Festlegung von strategischen Zielen für die Zukunft konkretisieren müssen. In einigen wichtigen Bereichen hat der Rat bereits durch die Beschlüsse über die Nutzung der Windkraft, die Erweiterung von Schulbauten an der Wilhelmstraße und in Kleibrok sowie die grundsätzliche Bereitschaft zur Schaffung eines neuen Wohnbaugebietes im Göhlen Vorgaben geschaffen, die wesentlichen Einfluss auf die zukünftigen Entscheidungen haben werden.

Meinen Ausführungen können Sie entnehmen, dass in den kommenden Jahren große Herausforderungen auf die Verantwortlichen in Bezug auf die Auswirkungen des demografischen Wandels und die Weiterentwicklung unserer Gemeinde zukommen werden. Mittelfristig wieder steigende Energiepreise, höhere Personalkosten und die allgemeine Kostenentwicklung in öffentlichen Einrichtungen sorgen zudem dafür, dass auch unsere finanziellen Rahmenbedingungen nicht besser werden. Deshalb muss es unsere Aufgabe sein, auch über vertretbare Einsparungen und neue Finanzierungsmöglichkeiten nachzudenken.

Zusammenfassend ist zu erwarten, dass wir uns trotz aller Bemühungen nicht alles Wünschenswerte leisten können. Aus diesem Grund sollten wir uns zunächst mit notwendigen, praktikablen und vor allem finanzierbaren Verbesserungen begnügen und überzogene Erwartungen auch im Hinblick auf eine zeitnahe Umgestaltung des Sport- und Freibadgeländes an der Mühlenstraße zurückstellen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir gemeinsam, der neue Gemeinderat, die Verwaltung und Sie, liebe Rastederinnen und Rasteder, auch diese Aufgaben meistern können.

Für das Jahr 2017 wünsche ich Ihnen viel Glück und Erfolg, Gesundheit und Zufriedenheit.

Ihr Bürgermeister Dieter von Essen