Die Entstehung des Rasteder Wappens
Seine Feinde aber verleumdeten ihn beim Kaiser ob seines Fernbleibens und so schickte der Kaiser ein zweites Mal nach ihm mit der Auflage, einen Kämpfer mitzubringen, der mit seinem Kämpen stritte. Des Kaisers Kämpe aber war ein grimmiger Löwe.
Graf Huno trat mit seinem Sohn Friedrich, der für ihn den Kampf bestreiten wollte, die Reise nach Goslar an. Zuvor gelobte er, zur Ehre Gottes in Rastede ein Kloster zu bauen, wenn Gott seinem Sohn im Kampf beistehen würde.
Graf Friedrich griff zu einer List. Bevor der Kampf begann, fertigte er einen Strohmann, bestrich diesen von außen mit Fett und füllte das Innere mit den Eingeweiden eines Tieres aus. Diesen Strohmann vor sich haltend, begab er sich auf den Kampfplatz. Sofort stürzt der Löwe sich auf den Strohmann, und während er ihn zerriss, durchbohrte Graf Friedrich den Löwen mit seinem Schwert, auf dass er zu Tode getroffen zu Boden sank.
Der Kaiser, erfreut über den siegreichen Kämpfer, erwies Graf Friedrich hohe Ehren. Er tauchte zwei Finger in das Blut des Löwen und strich damit über das gelbe Schild des Grafen. So bekam das Wappen die zwei roten Balken im goldenen Feld, die es heute noch zieren.
Überglücklich und vom Kaiser reich beschenkt traten Graf Huno und Sohn Friedrich die Heimreise an. In Rastede angekommen stiftete Graf Huno, wie er zuvor gelobt hatte, ein Kloster und bedachte es reichlich mit Gütern und Einkünften.
