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Planung Mühlenstraße – Im Herbst geht es weiter

Sportplatz MühlenstraßeRat und Verwaltung der Gemeinde Rastede sind nach eingehender Diskussion übereinstimmend zu der Auffassung gekommen, die nächste öffentliche Veranstaltung zum Thema „Mühlenstraße – Nachnutzung des Sportplatzareals“ nicht vor der Sommerpause, sondern im Herbst durchzuführen.

Ein Grund für die Terminverschiebung ist eine deutlich veränderte Entwicklung im Vergleich zur Ausgangssituation im Februar 2016. Ein wesentlicher Punkt ist unter anderem die in jüngster Vergangenheit eingesetzte intensive Auseinandersetzung mit dem kulturhistorischen Erbe Rastedes, wobei sowohl aus dem Rathaus aber auch aus der Bürgerschaft ein deutlicher Trend zu erkennen ist, sehr sensibel mit der Thematik umzugehen. Dies hat letztendlich auch zu einer personellen Verstärkung der Residenzort Rastede GmbH geführt, die mit Dr. Friedrich Scheele einen anerkannten Kulturhistoriker eingestellt hat, um gerade diesen Themenkomplex näher zu beleuchten und für Rastede künftig gewinnbringend einzusetzen. „Hier ist noch viel Basisarbeit zu leisten, die Zeit benötigt, um letztendlich auch die richtigen Schlüsse für das zum Schlossparkareal gehörende Gelände rund um die ehemalige Sportanlage zu ziehen“, betont Bürgermeister von Essen.

Darüber hinaus haben sich aber auch andere Umstände verändert. So hat sich beispielsweise der Bedarf an Kita-Plätzen für die nächsten Jahre deutlich erhöht, was direkt auch Auswirkungen auf die Planung an der Mühlenstraße hat. Zwar ist es jetzt mit den jüngsten Beschlüssen gelungen, den Bedarf an Plätzen auch durch Übergangslösungen zu decken, doch mittelfristig müssen dauerhafte Lösungsansätze greifen, die beispielsweise auch den Kindergarten an der Mühlenstraße beziehungsweise einen Ersatzbau, zusätzlichen Neubau sowie mögliche zusätzliche Waldgruppen im Bereich des Schlossparks direkt betreffen.

Andererseits muss auch die Form der von den Planungsbüros in den ersten Ideen skizzierten Wohnbebauung im nördlichen Bereich mit der damit einhergehenden Innenverdichtung, die der Refinanzierung dienen sollte, noch deutlicher definiert werden. Dabei sind insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Diskussion Fragen nach der Art und Größe der Bebauung sowie die Anpassung an die vorhandene Bebauung noch zu klären. Gleichzeitig hat dieser Themenbereich auch grundsätzliche Auswirkungen auf die Verkehrssituation an der Mühlenstraße, die sich dann nicht nur durch das geplante Neubaugebiet Im Göhlen, sondern auch durch eine zusätzliche Bebauung im Bereich der Mühlenstraße und der späteren Ausnutzung des ehemaligen Sportplatzgeländes mitsamt den umliegenden Einrichtungen verändern würde. Auch hierfür sind noch umfassende Untersuchungen erforderlich, um eine Richtung für die weitere Planung aufzuzeigen.

Ein weiterer nicht unerheblicher Grund sind mehrere nicht unerhebliche und zugleich längerfristige krankheitsbedingte Ausfälle im Rathaus, die im ersten Halbjahr 2017 dazu geführt haben, dass einige Projekte zeitlich gestreckt werden mussten.

Letztendlich nur die 27 eingereichten Bürgerideen vorzustellen, wäre aus Sicht der Verwaltung für eine Infoveranstaltung deutlich zu wenig an Informationsgehalt, da sich die Vorschläge häufig mit den Ideen der Planungsbüros decken und zugleich die Anzahl keinen repräsentativen Charakter hat. Zum Vergleich: Bei der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Kögel-Willms-Platzes im Jahr 2006 wurden über 300 Ideen und Vorschläge gesammelt.