Willkommen im Residenzort Rastede

Residenzort Rastede GmbH trennt sich von Dr. Friedrich Scheele

Die Gesellschafterversammlung der Residenzort Rastede GmbH hat in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, das Angestelltenverhältnis mit Dr. Friedrich Scheele zu beenden. Damit wird der Projektentwickler zum 30. September dieses Jahres aus dem Dienst ausscheiden.

Hintergrund dieser Entscheidung sind die gegenüber Scheele erhobenen Vorwürfe seitens seines früheren Arbeitgebers. Der ehemalige Direktor der Oldenburger Museen, Sammlungen und Kunsthäuser soll ein Gemälde, das sich im Besitz der Stadt befand, privat veräußert und den Erlös einbehalten haben. „Nachdem in Gesprächen mit Dr. Scheele der Verdacht nicht entkräftet werden konnte, ist das Vertrauensverhältnis zu ihm nachhaltig gestört“, begründete der Geschäftsführer der Residenzort Rastede GmbH, Bürgermeister Lars Krause, den Entschluss der Gesellschafterversammlung. Auf dieser Basis sei eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Zudem sei in der Funktion des Projektentwicklers eine vorbildhafte Außenwirkung unabdingbar, um gegenüber Partnern und Unterstützern glaubwürdig auftreten zu können.

„Wir bedauern diese Entwicklung sehr“, ergänzt Krause. Bis zu diesem Zeitpunkt habe Scheele die mit seiner Einstellung verbundenen Erwartungen erfüllt. So war es Scheele gelungen, für die geplante Sanierung und Umgestaltung des Palais Fördergelder in Höhe von insgesamt mehr als zwei Millionen Euro zu akquirieren. Weiterer zentraler Bestandteil seiner Arbeit war ein Konzept zur zukünftigen Gestaltung des “Schlosspark-Areals”, zu dem neben dem Palais auch der umliegende Garten mit Nebengebäuden und der gesamte Schlosspark zählen. Auch hierfür konnten Fördergelder des Bundes eingeworben werden.

An der Ausrichtung der Rasteder Kulturarbeit soll unabhängig von Personen festgehalten werden. „Wir haben eine klare Beschlusslage, die vorsieht, die 2018 beschlossene Konzeption unter Mitwirkung von weiteren Akteuren zu entwickeln und als Marketingschwerpunkt der Gemeinde auszugestalten“, so Krause.