Willkommen im Residenzort Rastede

Turnierplatz, Schulen, Rathaus und Wohngebiet auf der Agenda

Der linke, eingeschossige Gebäudetrakt der KGS gilt als sanierungsbedürftig. Ein Planungsbüro soll jetzt ein Sanierungskonzept erstellen.

Eine Reihe von Auftragsvergaben hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Rastede in seiner jüngsten Sitzung auf den Weg gebracht. Das Votum war in allen Fällen einstimmig.

Bereits in der kommenden Woche sollen weitere Arbeiten zur Ertüchtigung des Turnierplatzes starten. Bis voraussichtlich Ende Oktober sind dort verschiedene Landschaftsbauarbeiten geplant. Der entsprechende Auftrag war öffentlich ausgeschrieben worden. Eine Firma aus dem Landkreis Emsland hatte das beste Angebot abgegeben. Die Kosten belaufen sich auf rund 250.000 Euro. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die Neuprofilierung der Tribünenwiese mit dem Einbau eines Dränagesystems zur besseren Entwässerung sowie die Sanierung und der Ausbau der bestehenden Beregnungsanlage. Der traditionelle Flohmarkt auf dem Turnierplatz am 3. Oktober kann trotz der Arbeiten stattfinden. Lediglich der Bereich vor den Tribünen wird nicht zur Verfügung stehen.

In Ipwege können derweil die Voraussetzungen für die Entstehung neuen Wohnraums geschaffen werden: Für das Baugebiet „Nördlich Feldstraße“ (Bebauungsplan 114) ist eine Firma aus dem Landkreis Oldenburg mit den Ersterschließungsarbeiten beauftragt worden. Bei dem öffentlichen Ausschreibungsverfahren hatte sie das beste Angebot abgegeben. Die entsprechenden Erd-, Kanal- und Straßenbauarbeiten sollen voraussichtlich zwischen Mitte September und dem Frühjahr des kommenden Jahres ausgeführt werden, die Kosten betragen knapp 1,1 Millionen Euro.

Die Grundschüler in Hahn-Lehmden können sich indes schon bald über einen sanierten Schulhof freuen. Die entsprechenden Asphaltierungsarbeiten sind für die Herbstferien geplant und werden von einer Firma aus dem Landkreis Wesermarsch durchgeführt. Sie hatte beim öffentlichen Ausschreibungsverfahren das beste Angebot abgegeben. Die Kosten belaufen sich auf knapp 53.000 Euro.

Noch offen ist derweil, wie es mit dem eingeschossigen Gebäudetrakt der Kooperativen Gesamtschule (KGS) an der Wilhelmstraße weitergeht. Schon längere Zeit gilt der Bereich als sanierungsbedürftig, die Arbeiten wurden jedoch zugunsten von dringlicheren Maßnahmen am großen Gebäudetrakt zurückgestellt. Inzwischen müssten wohl auch Teile die Lüftungstechnik und eventuell noch weitere Bauteile beziehungsweise technische Einrichtungen modernisiert werden. Um einen Überblick über die erforderlichen Maßnahmen und deren Kosten zu erhalten, wird nun ein Rasteder Planungsbüro mit der Erstellung eines Sanierungskonzeptes beauftragt. Die Kosten dafür betragen knapp 9000 Euro. Auf Grundlage dieses Konzeptes kann dann entschieden werden, ob tatsächlich eine Sanierung oder doch eher ein Neubau wirtschaftlich sinnvoller ist. Auch die Ergebnisse einer derzeit laufenden Raumbedarfsanalyse der Schule sollen dann in die Überlegungen einfließen.

Erste Ideen für einen Anbau an das Rathaus in Form einer Grundlagenermittlung und Vorplanung soll ein Ammerländer Architekturbüro für rund 34.000 Euro erarbeiten. „Hintergrund ist, dass zusätzliches Personal, gestiegene Anforderungen an die Arbeitsatmosphäre, auch unter Berücksichtigung von Datenschutzgründen und Anforderungen aus der Mitte des Personals heraus, seit längerer Zeit eine angemessene Unterbringung nur noch eingeschränkt zulässt“, berichtet Bürgermeister Dieter von Essen. Darüber hinaus muss auch die Unterbringung der politischen Vertreter mittlerweile als unzureichend angesehen werden. Ebenso wie die Inanspruchnahme von Funktionsräumen reicht die Unterbringung im Ratssaal, der selbst einer grundlegenden Überholung bedarf, für eine Reihe von Sitzungen nicht mehr aus. Insgesamt geht die Verwaltung von einem zusätzlichen Flächenbedarf von 1.000 m² inklusive Nebenflächen aus.