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Verfahren startet: Wer hat das beste Konzept für den ehemaligen Campingplatz und das Naturbad Hahn?

Mit einem dreistufigen Verfahren sucht die Gemeinde Rastede jemanden, der das Gelände des ehemaligen Campingplatzes und Naturbades Hahn nachhaltig entwickelt und betreibt. Das Areal soll weiterhin touristisch und freizeitorientiert genutzt werden, ist darauf aber nicht grundsätzlich beschränkt. Ein entsprechender Aufruf zur Interessensbekundung ist jetzt gestartet.

Bis zum 31. August können Unternehmen, natürliche Personen, Vereine, Stiftungen, Genossenschaften oder sonstige Organisationen ihr Interesse an dem Grundstück bekunden. Auch Bewerbergemeinschaften sind möglich. Die dafür nötigen Informationen und Unterlagen stehen auf der Website der Gemeinde unter www.rastede.de/interessensbekundung-naturbad-und-campingplatz-hahn zur Verfügung.

Das Areal liegt im Ortsteil Lehmden, inmitten einer ruhigen, wald- und wiesenreichen Umgebung, und verbindet naturnahe Erholung mit einer zugleich hervorragenden Verkehrsanbindung. Das 5,77 Hektar große Grundstück umfasst neben rund 150 Stellplätzen und drei Gebäuden auch zwei Wasserflächen.

Insbesondere das Naturbad genießt vor Ort eine hohe Bedeutung, wie eine 2025 überreichte Unterschriftensammlung belegt: Mehr als 1.000 Personen aus Hahn-Lehmden und Umgebung sprachen sich für den Erhalt des Naturbades aus. Die Anlage ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des örtlichen Gemeinschaftslebens und mit persönlichen Erinnerungen vieler Einwohnerinnen und Einwohner verbunden. Auch die politischen Gremien der Gemeinde Rastede sprachen sich vor diesem Hintergrund für einen Erhalt des Naturbads aus.

Darüber hinaus sieht der Beschluss vor, einen Verkauf des Areals oder die Schließung eines Erbbaurechtsvertrags gegenüber einer erneuten Verpachtung vorzuziehen.

Das Verfahren zur Interessensbekundung gliedert sich in drei Schritte. Zunächst erfolgt eine Eignungsprüfung der Bewerberinnen und Bewerber, die sechs bestplatzierten qualifizieren sich für die zweite Stufe. Dabei wird ein vertieftes Nutzungskonzept eingereicht und anhand verschiedener Kriterien geprüft. Die drei bestbewerteten Bewerbungen schaffen es in die dritte Stufe des Verfahrens, in der die Konzepte persönlich vorgestellt, offene Fragen geklärt und Verhandlungsgespräche geführt werden. Die Gemeinde Rastede möchte mit diesem Vorgehen eine nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige und gemeinwohlorientierte Perspektive für das Naturbad und den Campingplatz Hahn ermöglichen.

2024 hatte die Gemeinde das Pachtverhältnis mit dem damaligen Betreiber des Naturbades einschließlich des dazugehörigen Campingplatzes gekündigt. Kurz darauf wurde ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des bisherigen Pächters eröffnet, was die unmittelbaren Zugriffsmöglichkeiten der Gemeinde auf das Areal stark einschränkte. Bis heute befinden sich diverse Hinterlassenschaften auf dem Gelände. Die Räumung und Entsorgung dieser Gegenstände durch einen von der Gemeinde beauftragten Dienstleister wird derzeit vorbereitet.

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